Pressemitteilung
Waldbegang im Taxauer Forst
Ganz schön kalt war es, als sich eine Gruppe Waldinteressierter auf Einladung des Ergoldinger ÖDP-Ortsvorsitzenden Dr. Max Huber im Taxauer Wald bei Weihenstephan trafen. Beim Rundgang durch den Bauernwald konnte Ludwig Huber aus seiner langjährigen Erfahrung allerhand Wissenswertes berichten. Da in bayerischen Wäldern jedes Jahr durchschnittlich 10 Festmeter (fm) Holz pro Hektar nachwachsen und pro fm fast eine Tonne CO2 aus der Luft entnommen wird, leisten die 2,5 Mio. Hektar Wald in Bayern einen bedeutenden Beitrag zur CO2-Bilanz. Mit einem Vorrat von fast 400 fm Holz pro Hektar ist Bayern europaweit Spitze. Vor einer weiteren Erhöhung des Vorrates warnte der Waldexperte Ludwig Huber eindringlich, weil „sonst das waldbauliche Risiko enorm zunimmt“. „Viel besser ist, mehr Holz zu ernten und damit Holzhäuser zu bauen“, ergänzte Max Huber. Das hat den doppelten Effekt: Es wird Kohlenstoff langfristig gebunden und durch den Ersatz energieintensiver Baustoffe wie Beton oder Ziegel weniger fossile Energie verbraucht. Auch waldbaulich ist es gut, alte Fichtenbestände zu ernten und durch klimatolerantere Baumarten zu ersetzen. Beim Rundgang konnten dazu einige Alternativen gezeigt werden: Douglasie, Weiß- und Küstentanne, Hybridlärche, Baumhasel, Vogelkirsche, Bergahorn, Mammutbaum, Hemlocktanne.
Das Thema Energie aus dem Wald wird im Tauxauer Wald in den nächsten Jahren sehr aktuell: Auf dem Höhenzug mit knapp 500 Meter NN soll ein Windpark entstehen. „Der Standort ist prinzipiell gut geeignet.“, schätzte der Energietechnikingenieur Max Huber die Lage ein. Jedoch besteht gegenüber der derzeitigen Planung noch allerhand Optimierungsbedarf, insbesondere um die Abstände zu einigen Siedlungen zu verbessern. „Das ist eine schöne Aufgabe für die angrenzenden Kommunen“, so Huber.
